Stress

Stress

Umgangssprachlich erscheint “Stress” meist als ein Sammelbegriff für Unbehagen, Überforderung und Anspannung, als ein Leiden, das von außen hervorgerufen wird und dem die Menschen scheinbar hilflos ausgeliefert sind.

Der ursprünglich geprägte Begriff “Stress” umschrieb ein charakteristisches biologisches Reaktionsmuster bei Tieren und Menschen als Antwort auf erhöhte Beanspruchung.

Heute wird “Stress” als Zustand definiert, in dem für ein Individuum die gestellten Anforderungen die wahrgenommenen Bewältigungsmöglichkeiten übersteigen.

Für einen konstruktiven Umgang mit Stress ist es sinnvoll, zwei Aspekte zu unterscheiden:

  • Stressauslöser: die Ursache für ein Gefühl der Belastung und
  • Stressreaktion: die Wirkung, die eine belastende Situation haben kann

Stressauslöser können sein:

  • physikalischer Art (z.B. Kälte, Hitze, Lärm)
  • chemischer Art (z.B. Schadstoffe, Drogen)
  • körperlicher Art (z.B. Infektionen, Verletzungen)
  • seelischer Art (z.B. Angst, Überforderung)
  • sozialer Art (z.B. Einsamkeit, Leistungsdruck)
  • oder eine Kombination davon

Stressreaktionen können sich äußern:

  • im Körper (z.B. Bluthochdruck, Verspannung)
  • in Gedanken (z. B. Selbstvorwürfe, Grübeln)
  • in Gefühlen (z.B. Wut, Traurigkeit)
  • im Verhalten (z.B. Gereiztheit, Wunsch nach Betäubung)

Nicht jeder Stressauslöser ruft bei jedem Individuum die gleiche Stressreaktion hervor.

Im MBSR-Zusammenhang fragen wir uns:

  • Welches sind die Stressauslöser in unserem Leben?
  • Wie bewerten wir sie?
  • Wie sind unsere Stressreaktionen?
  • Wie bewerten wir sie?
  • Lässt sich Stress beeinflussen?

Achtsamkeit ermöglicht individuell angemessene Antworten darauf zu finden.